Neutrale Staaten üben mit

Das Manöver in der Ostsee steht unter Führung der USA, Foto: Behling
Vor den Toren von Russlands Marinestützpunkt Baltiysk ist in der Danziger Bucht am Montag das größte Seemanöver des Jahres angelaufen. Einheiten aus 14 Staaten üben zwei Wochen eine Vielzahl maritimer Einsatzlagen.
Das Spektrum reicht von der Luftabwehr bis zur U-Boot-Jagd. Geführt wird das Manöver traditionell von den USA. Den Schlusspunkt bildet am 19. Juni das Einlaufen der Einheiten zur Kieler Woche.
Es ist die 43. Auflage der Übung, die im Kalten Krieg als Gegenstück zu den sowjetischen Seemanövern gestartet wurde. Im Unterschied zu damals sind heute aber auch die neutralen Nationen Schweden und Finnland an der Seite der NATO-Einheiten beteiligt. Russland ist als einziger Anrainer der Ostsee nicht dabei. Dafür haben in diesem Jahr Frankreich, die Türkei und Kanada größere Marineeinheiten geschickt.
Mit 49 Schiffen und 61 Flugzeugen ist die Beteiligung laut Mitteilung der für dieses Manöver zuständigen 6. US-Flotte so groß wie lange nicht mehr. Im vergangenen Jahr hatten nur 30 Schiffe und 52 Flugzeuge an „Baltops“ teilgenommen. Höhepunkt ist eine amphibische Landeoperation, bei der schwedische und finnische Truppen zusammen mit US-Marineinfanteristen üben wollen. Im Kieler Stützpunkt laufen derweil die Vorbereitungen für den Abschluss am 19. Juni. FB/pk