„Ökosystem der Elbe gefährdet“

Bagger „Lemsterland“ bei Vorbereitungen für die geplante Elbvertiefung, Foto: Hasenpusch
Die letzten Elbfischer schlagen Alarm. „Die Hamburger Behörden müssen die Tatsache anerkennen, dass der Stintbestand in der Tideelbe dramatisch zurückgegangen ist“, heißt es in einer am Montag in Hamburg verbreiteten Erklärung der drei noch aktiven Elbfischer. Das gesamte Ökosystem des Flusses sei gefährdet. „Wir Elbfischer fordern die Behörden auf, endlich zu untersuchen, wie es um den Bestand genau steht und was ihn derart schädigt, dass er jetzt zusammenbricht.“
Die Fischer machen im Wesentlichen Baggerarbeiten in der Elbe für den Rückgang der Stintbestände verantwortlich. Der Hafenschlick, der vor der Elbinsel und dem Naturschutzgebiet Neßsand in die Elbe eingebracht werde, schädige die Eier und Larven der Stinte. Durch die Trübung des Wassers könnten die Stintlarven ihre Nahrung nicht mehr sehen und müssten verhungern.
Der Rückgang der Stintbestände in der Elbe beunruhigt auch den BUND. Die Baggerarbeiten zur Vorbereitung für die geplante Elbvertiefung könnten den Bestand weiter beeinträchtigen, befürchten die Umweltschützer (thb.info 7. März 2019). lno/fab
