Ölbekämpfung mit Popcorn simuliert

Das Havariekommando hat mit Popcorn als Simulationsmittel geübt und erhofft sich davon wichtige Informationen, Foto: Bundespolizei Fliegerstaffel Fuhlendorf

Foto: DONG Energy/Ibeler
Die Besatzungen von zehn Spezialschiffen, einem Hubschrauber der Bundespolizei und zwei Ölüberwachungsflugzeugen trainierten jetzt gemeinsam im Offshore-Windpark „Borkum Riffgrund 1“ die effiziente Ölbekämpfung.
Initiator der Übung war das Havariekommando in Cuxhaven, das das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Windparkbetreiber Dong Energy realisierte. Gemeinsam erarbeitete man ein umfangreiches Szenario, das den Einsatz gleich mehrere Methoden der Ölbekämpfung zuließ.
Dabei haben die Ölbekämpfungsschiffe zum Beispiel neben den bordeigenen Aufnahmesystemen auch Ölsperren eingesetzt. Um den Übungseffekt für die Schiffsbesatzungen zu erhöhen, ließ sich das Havariekommando etwas Besonderes einfallen und verwendete Popcorn, um einen Ölteppich zu simulieren. In der Nachbetrachtung der Übung erhoffen sich die Einsatzkräfte durch den Einsatz des Maisproduktes auch mögliche Rückschlüsse auf das Strömungsverhalten von Wasser und Öl innerhalb eines Windparks zu erhalten.
Generell war es das Ziel der Übung, weitere Erfahrungen im Umgang mit Schadstoffverunreinigungen innerhalb eines Windparks zu sammeln. „Wir befinden uns immer noch am Anfang der Lernkurve. Die Übungen sollen Aufschluss geben, welche Methode innerhalb eines Windparks am effektivsten ist“, erklärte Michael Akkermann, der Einsatzleiter des Havariekommandos vor Ort.
Auch Trine Borum Bojsen, Geschäftsführerin von Dong Energy in Deutschland, zog ein durchweg positives Fazit: „Dank solcher Übungen mit dem Havariekommando können bereits bestehende Rettungspläne immer wieder optimiert werden.“ Sicherheit und Umweltschutz stünden bei dem Windparkbetreiber an erster Stelle. „Daher führen wir regelmäßig Sicherheitsübungen in unseren Windparks durch, um für eventuelle Ernstfälle gerüstet zu sein“, so Borum Bojsen weiter. bre


