Transportsektor fordert EU-Unterstützung

Der Warentransport in und aus der EU, hier der CTB in Hamburg, muss kurzfristig sichergestellt werden, Foto: Hasenpusch
Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien haben die EU zur Unterstützung der Transportbranche in der Corona-Krise aufgefordert. Die EU-Kommission müsse den reibungslosen Ablauf in der besonders durch die Pandemie beeinträchtigten Branche sicherstellen, heißt es in dem Papier. Deutschland hatte sich auch auf Drängen des Verbands Deutscher Reeder (VDR) an der Initiative beteiligt.
Die vier EU-Staaten fordern, dass „schnell starke Maßnahmen ergriffen werden“, schrei ben die Verkehrsminister aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien an die EU-Verkehrskommissarin Adina-Ioana Valean. Insbesondere müsse kurzfristig der Warentransport in und aus der EU sichergestellt werden. Dies sei vor allem für die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten entscheidend.
Um die Versorgung sicherzustellen, fordert derweil die UK Chamber of Shipping die britische Regierung zur sofortigen Unterstützung auf. Das Vereinigte Königreich importiert nach Angaben des Schifffahrtsverbands 50 Prozent seiner Lebensmittel. „Wir haben bereits erlebt, wie eine Reihe von Fährgesellschaften ihre Dienste reduziert und eine große Anzahl ihrer Mitarbeiter nach Hause geschickt haben“, berichtet Bob Sanguinetti, Chief Executive der UK Chamber of Shipping. Wenn diese Unternehmen jetzt keinen Zugang zu den Finanzpaketen der Regierung erhalten würden, werde dies voraussichtlich zu einer weiteren Reduzierung der Dienstleistungen oder gar zur Einstellung des Geschäftsbetriebs führen.
„Als Inselstaat sollten wir die Zukunftsfähigkeit unserer Industrie und ihrer Seeleute sichern“, sagt Sanguinetti und betont: „Die Zeit zu handeln ist jetzt gekommen“. bek
