Türkei bohrt weiter unberechtigt nach Erdgas
Die Türkei hat nach einem Medienbericht ihre unbefugten Erdgasbohrungen vor Zypern fortgesetzt. Ein türkisches Bohrschiff, die „Yavuz“, führe seit einigen Tagen Bohrungen auf dem Meeresgrund südlich der zyprischen Hafenstadt Limassol durch, hieß es am Dienstag. Es sei die sechste unbefugte Bohrung nach Erdgas, die die Türkei in der zyprischen Ausschließlichen Wirtschafts zone (AWZ) durchführt, wurde berichtet.
Die zyprische Regierung hat für das Gebiet bereits Lizenzen an die italienischen und französischen Energieunternehmen Eni und Total vergeben. Die Regierung in Nikosia bezeichnete die Aktionen Ankaras deshalb jüngst als „Piraterie“. Auch die EU hat die Handlungen der Türkei wiederholt verurteilt und erste Sanktionen verhängt. Unter anderem wurden am Wochenende wegen der unbefugten Bohrungen der Türkei vor Zypern die Vorbeitrittshilfen der EU für Ankara gekürzt.
Die Türkei erkennt Zypern nicht an und hält deshalb an den Bohrungen fest. tja/dpa
