U-Boot für Ägypten getauft

Das dritte von vier neuen U-Booten für Ägyptens Marine: die 62 Meter lange „S43“, Foto: Thyssenkrupp Marine Systems
Das dritte von vier U-Booten der „209/1400mod“-Klasse für Ägypten ist jetzt in Kiel getauft worden.
Im Rahmen der Zeremonie auf der Werft von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) gab der Oberbefehlshaber der ägyptischen Marine, Vizeadmiral Ahmed Khaled, dem U-Boot offiziell den Namen „S43“. Der Neubau werde nun intensiv getestet und voraussichtlich in einigen Monaten übergeben, sagte ein TKMS-Sprecher.
Zuvor waren im Dezember 2016 respektive im August 2017 die ersten beiden Einheiten, „S41“ und S42“ abgeliefert worden. Nach „S43“ soll das vierte U-Boot 2021 übergeben werden.
Der Vertrag über die Lieferung der ersten beiden U-Boote der Klasse „209/1400mod“ wurde 2011 unterzeichnet. In Israel hatte der geplante Verkauf deutscher U-Boote an Ägypten für Kritik gesorgt, weil man befürchtete, den militärischen Vorsprung in der Region zu verlieren. Regierungschef Benjamin Netanjahu räumte im März aber ein, Deutschlands Verkauf an Ägypten 2014 zugestimmt zu haben. Netanjahu sagte, er sei während der Präsidentschaft von Mohammed Mursi bis Juli 2013 aus „sicherheitspolitischen“ Gründen gegen die Lieferungen von U-Booten an Ägypten gewesen. „Beim Verkauf an Ägypten unter Al-Sisi habe ich nicht die Nase gerümpft“, so Netanjahu. 2015 zog Ägypten dann die Option, zwei weitere Einheiten der „209/1400mod“-Klasse zu bestellen.
Für TKMS-CEO Dr. Rolf Wirtz ist die Taufe von „S43“ ein „bedeutender Meilenstein im Bauprogramm für die ägyptische Marine“. Er basiere „auf einem offenen und vertrauensvollen Dialog mit unserem Kunden sowie der Expertise unserer Mitarbeiter und Lieferanten“, sagte Wirtz.
Das U-Boot „S43“ ist 62 Meter lang, verdrängt unter Wasser rund 1600 Tonnen und verfügt über acht Torpedorohre. Die Besatzung besteht aus 30 Mann. lno/ger