Update: Schleusen-Streiks am Donnerstag
Bevor sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in der kommenden Woche erneut an den Verhandlungstisch begibt, finden derzeit bundesweit diverse Streikationen im Öffentlichen Dienst statt.
Update vom 20. April 2016, 11:11 Uhr
Die Streikaktionen im öffentlichen Dienst werden am Donnerstag nun tatsächlich auch die Schleusen im Nord-Ostsee-Kanal (Brunsbüttel und Kiel-Holtenau) treffen. Wie der Schleusenbetreiber United Canal Agency (UCA) warnte, hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ab Donnerstag, 6 Uhr morgens, eine 24-stündige Arbeitsniederlegung angekündigt. Die UCA ist jedoch zufällig, dass zumindest tagsüber die Funktion der Schleusenkammer nicht beeinträchtigt wird. Etwaige Probleme werden erst ab 21 Uhr erwartet, so das Unternehmen. ger
Original-Artikel vom 19. April 2016, 9:37 Uhr
So wird es beispielsweise am heutigen Dienstag in Baden-Württemberg zu Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Nahverkehr kommen. Dem vorangegangen waren am Montag bereits Demonstrationen in Brandenburg und Frankfurt (Oder).
Das tatsächliche Ausmaß der Aktionen ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Auf Anfrage des THB stellte sich jedoch heraus, dass die Schleusen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau im Nord-Ostsee-Kanal aktuell nicht bestreikt werden. Allerdings seien Proteste am Donnerstag angekündigt, wie die United Canal Agency dem THB mitteilte. Etwaige Aktionen stünden jedoch noch "unter Vorbehalt".
Verdi bestätigte ebenfalls, dass der NOK nicht bestreikt wird. Allerdings teilte eine Gewerkschaftssprecherin auch mit, dass "die gesamte Bandbreiete des öffentlichen Dienstes in Wanrstreiks gerufen wird". Bis einschließlich kommenden Dienstag, 26. April, könnten dann auch Bundeswasserstraßen, Bundesämter und viele weitere Einrichtungen bestreikt werden. Auch der NOK ist dabei explizit erwähnt.
Hintergrund der Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft hatte das letzte Arbeitgeberangebot empört abgelehnt. Gefordert sind unter anderem sechs Prozent mehr Lohn, die Sicherung der Altersvorsorge und bessere Ausbildungsbedingungen. ger