Wasserschutzpolizei verliert im Norden 60 Planstellen
Es war eine kontroverse Diskussion: Das nördlichste Bundesland baut Stellen bei der Wasserschutzpolizei ab und ordnet die Strukturen neu. Die Opposition kritisiert einen „nicht nachvollziehbaren Schritt“, während mehr Sicherheit auf den Gewässern notwendig sei.
Der Umbau der Wasserschutzpolizei in Schleswig-Holstein soll von September an zügig angepackt werden. Das kündigte der Leiter der Polizeiabteilung im Innenministerium, Jörg Muhlack, gestern in Kiel an. Künftig soll es statt sechs noch drei Reviere geben: Brunsbüttel mit 67 Beamten für die Nordsee sowie Kiel (65) und Lübeck-Travemünde (49) für die Ostsee. Mit dem Umbau wird die Wasserschutzpolizei rund 60 Stellen an die Bereiche Einsatz und Ermittlung abgeben. Hintergrund ist die Vorgabe an die Polizei, von 2018 bis 2020 von 8300 Stellen 122 abzubauen. Aber es sind auch 46 Stellen zusätzlich für den Bereich Flüchtlinge vorgesehen.
„Insgesamt wird durch die Umorganisation die Sicherheit nicht eingeschränkt, vielmehr geht es um mehr Effizienz bei der Ausführung der Aufgaben der Landespolizei. Diese bleibt schlagkräftig und effektiv“, sagte die polizeipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Simone Lange. Das sehen die FDP und die Gewerkschaften anders. Während überall der Ruf nach mehr Sicherheit auf dem Wasser lauter werde, reduziere Schleswig-Holstein bei der Nord- und Ostsee-Küste und dem wichtigsten Kanal Deutschlands die Polizeikräfte in diesem Bereich. Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Axel Bernstein, hat Innenminister Stefan Studt zudem aufgefordert, die Auswirkungen seiner Reform selbst öffentlich zu vertreten. pk


