Weniger Verkehr in Kadetrinne

Die Zahl der Schiffe in der Kadetrinne entwickelt sich seit 2011 rückläufig. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor.

54.492 Schiffe haben im vergangenen Jahr die Kadetrinne passiert. Im Jahr 2011 waren es noch 58.672 Einheiten. Die Bundesregierung beruft sich bei ihren Angaben auf die Zahlen des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Der Anteil der Tanker lag von 2011 bis 2014 konstant bei 16 Prozent. Das ist etwas mehr als in den Jahren 2005 bis 2010, zu denen Zahlen von Helcom vorliegen, der zwischenstaatlichen Kommission für den Schutz der Meeresumwelt im Ostseeraum. Der Schifffahrtsboom Mitte des vergangenen Jahrzehnts hatte dafür gesorgt, dass die Zahl der Schiffe pro Jahr 2008 mit 68.887 Einheiten einen Höhepunkt erreichte. Der Tankeranteil lag damals bei elf Prozent.

Im Fehmarnbelt waren 2014 insgesamt 38.167 Schiffe unterwegs. Das sind etwas mehr Einheiten als im Jahr zuvor, aber knapp 2000 Einheiten weniger als 2011. Der Anteil der Tanker lag in den vergangenen vier Jahren bei 23 bis 25 Prozent. Prognosen zur Anzahl der Schiffsdurchfahrten der Kadetrinne und des Fehmarnbelts für die Zeit bis 2030 liegen der Bundesregierung nicht vor.

Bei der Frage, welche Maßnahmen im Rahmen des geplanten Baus der festen Fehmarnbeltquerung in Bezug auf die Sicherheit des Seeverkehrs während der Bauphase ergriffen werden, verweist die Regierung auf das Planfeststellungsverfahren. Hierzu seien durch den Bauträger Femern A/S umfangreiche Untersuchungen durchgeführt und in das Verfahren eingebracht worden (THB 13. Juli 2015). Eine Schlepper- oder Lotsannahmepflicht für windanfällige große Schiffe wird es dagegen nicht geben. Während der Bauphase des Fehmarnbelttunnels, die voraussichtlich 2016 beginnt, wird eine deutsch-dänisch besetzte Verkehrszentrale in Travemünde eingerichtet und Schlepperkapazität für Notfälle bereitgestellt. fab

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