ABB liefert für Lindblad

ABB hat den Auftrag über Energie-, Automatisierungs-, Antriebs- und Digitalsysteme für das zweite eisgehende Kreuzfahrtschiff von Lindblad Expeditions erhalten. Für den Bau der Einheit ist die norwegische Ulstein Verft verantwortlich. In den insgesamt 69 Gästekabinen finden bis zu 126 Passagiere Platz. Die Übernahme des Schiffs in die Lindblad-Flotte ist für das Ende des dritten Quartals 2021 geplant.

Bei dem 125 Meter langen und 20 Meter breiten Expeditionscruiser handelt es sich um ein Schwesterschiff von „National Geographic Endurance“ (Foto). Sie entsteht ebenfalls im Auftrag von Vard auf der Crist-Werft im polnischen Gdynia und war vor gut einem Jahr auf Kiel gelegt worden (thb.info 21. März 2018). Die Ablieferung soll im ersten Quartal 2020 erfolgen.

Die Schiffe verfügen mit der Polarklasse 5 Kategorie A über eine der höchsten Eisklassen, die derartigen Passagierschiffen zugeordnet sind. Damit lassen sie sich zu jeder Jahreszeit unter polaren Bedingungen einsetzen.

ABB wird ein komplettes Leistungs-, Verteilungs-, Steuerungs- und Automatisierungspaket für das Schiff liefern, das in das ABB Ability System 800xA integriert ist. Hinzu kommen zwei 3,5 MW elektrische Azipod-Antriebe. Dieses Antriebssystem habe sich „zu einem Industriestandard im Kreuzfahrtsegment entwickelt“, führt ABB aus. Damit lasse sich der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Wellenantrieben um bis zu 15 Prozent senken.

Auffällig ist vor allem die Bugpartie des Neubaus mit dem X-Bow (gesprochen „Crossbow“). Sie wurde von der Ulstein-Werft vor mehr als 15 Jahren speziell für Offshore-Fahrzeuge entwickelt, die oft bei schweren Seebedingungen zum Einsatz kommen. fab

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