„AIDAnova“ vor Ausdocken

Bald unter freiem Himmel: die „AIDAnova“, hier noch im Baudock II, Foto: Meyer Werft
Auf dem Gelände der Papenburger Meyer Werft bahnt sich ein nächster Meilenstein an: Am kommenden Dienstag (21. August) will das Schiffbauunternehmen die „AIDAnova“ ausdocken. Dann soll der Neubau für die Rostocker Reederei Aida Cruises das überdachte Baudock II verlassen. Der Vorgang soll nach aktuellem Planungsstand um 19 Uhr beginnen.
Ist die „AIDAnova“ dann unter freiem Himmel, werde das weltweit erste nur mit verflüssigtem Erdgas (LNG) betriebene Kreuzfahrtschiff zunächst an der Ausrüstungs pier der Werft anlegen, teilte die Meyer-Gruppe weiter mit. Dort würde außer den Masten auch die Schornsteinverkleidung installiert.
Das weitere Programm ist straff: Bis zu der Emsüberführung Richtung Nordsee, die für Ende September geplant ist, liegt der Cruiser noch im Werfthafen. Dort sollen weitere Ausrüstungsarbeiten und der Innenausbau, vor allem aber auch die weiteren Erprobungen der Motoren mit LNG stattfinden. Auch die Abnahmen der Reederei stehen auf dem Plan. Gleichzeitig werde mit dem Training der rund 1400 Crewmitglieder an Bord begonnen. Schließlich sollen nach der Ablieferung – wiederum für Mitte November geplant – die ersten Gäste das neue Flaggschiff von Aida Cruises mit 180.000 BRZ erkunden. Auf 337 Meter Länge und 42 Meter Breite kommt der Luxusliner dabei auf mehr als 2600 Passagierkabinen. Herzstück auf technischer Seite sind derweil die vier Motoren aus dem Hause Caterpillar, die die Antriebsenergie für den LNG-Cruiser liefern.
Bei der Meyer Werft stehen rund um das Ausdocken indes noch einige logistische Arbeiten an: An der Ausrüstungspier liegt aktuell noch das Schwimmteil der „Spectrum of the Seas“ für Royal Caribbean Cruises. Damit die „AIDAnova“ dort anlegen kann, muss das Teil an einen anderen Liegeplatz im Werfthafen verholt werden, erklärte die Meyer Werft. Nach dem Ausdocken geht es dann für die künftige „Spectrum of the Seas“ für den weiteren Bau in das frei gewordene Baudock II.
Bei der „Spectrum of the Seas“ handelt es sich um die nunmehr vierte Einheit der „Quantum“-Klasse. 347 Meter lang und 41 Meter breit, wird der Neubau mit 168.666 BRZ vermessen. Rund 4200 Fahrgäste sollen Platz auf dem Cruiser finden. Seine Fertigstellung ist für das kommende Frühjahr geplant. ger