„Bad Düben“ auf Nordsee-Kurs

„Bad Düben“, Foto: Hero Lang
Sie eröffnen der Bundespolizei völlig neue Möglichkeiten: die drei Einheiten der „Potsdam“-Klasse. Nachdem das Typschiff bereits seit diesem Sommer für den Streifendienst in Nord- und Ostsee im Einsatz ist, folgen nun nacheinander die beiden Schwesterschiffe.
Die Nummer zwei der Serie, die „Bamberg“ (BP 82), wurde jetzt am Cruise-Center in Rostock-Warnemünde getauft. Die dritte Einheit im Bunde, die „Bad Düben“ (BP 83), durchläuft derzeit noch die Werftprobezeit.
Die Namensgeberin, die Stadt Bad Düben selbst, ist mit ihren rund 7800 Einwohnern in Nordsachsen verankert. Auch den Sachsen wird eine besondere Liebe zur See nachgesagt, genauso wie den Bayern. Bad Düben ist zugleich die Patengemeinde für die künftige „Bad Düben“ der Bundespolizei. Bei einer der jüngsten Erprobungsfahrten in der Nordsee entdeckte THB-Fotograf Hero Lang, gewissermaßen im Vorbeiflug, das Schiff und betätigte den Auslöser.
Der umweltfreundliche diesel-elektrische Antrieb gibt dem Schiff eine Höchstgeschwindigkeit von 21 Knoten. Damit ist es der Crew möglich, auch größere Distanzen schnell zu überbrücken. Die drei neuen Einsatzboote, die für eine Besatzung von maximal 19 Männer und Frauen ausgelegt sind, lösen mittlerweile veraltete Einheiten ab, die vor knapp 30 Jahren entstanden und für das klassische Küstenvorfeld ausgelegt waren.
Die „Potsdam“ und ihre Schwestern bieten zudem einen wichtigen Vorteil gegenüber den Vorgängerschiffen: Sie können auch den größten Einsatzhubschrauber der Bundespolizei, den „Super Puma“, auf ihrem integrierten, achtern angeordneten Hubschrauberlandeck sicher aufnehmen.
Für die mittelständische Fassmer-Werft an der Weser sind die drei Städte-Schwestern zudem ein wichtiges Referenzprodukt für den weltweiten Markt. Denn die Überwachung und Sicherung des Küstenvorfeldes wird künftig immer wichtiger. EHA/bo
