Bewährte Antriebe für neue Modul-Carrier

Bislang nur als Illustration, in einem Jahr dann als fertiger Neubau: der Modul-Carrier für Topaz Energy and Marine, Foto: Vard
Der Propulsionsspezialist Schottel hat sich einen Anschlussauftrag für Modul-Carrier gesichert.
Im Frühsommer hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Spay am Rhein den Zuschlag für die Ausstattung von 15 Modul-Carriern des Vard 9 21 Designs bekommen. Jetzt erhielt Schottel die Order für weitere drei Schiffe des Vard 9 28 Designs mit zwölf Haupt- und Hilfsantrieben, teilte das Un ternehmen mit. Die norwegische Vard Group baut die zuerst bestellten 15 Modul-Carrier für Topaz Energy and Marine aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die hinzugekomme nen drei Einheiten entstehen bei Vard für National Mari time Republic of Kazakhstan (KMTF).
Ausschlaggebend für den Zuschlag für Schottel waren nach eigenen Angaben die Erfahrungen des Propulsionsspezialisten im Kaspischen Meer. In dem von Schlamm, Fischereinetzen und Angelleinen durchsetzten, flächenweise extremen Flachwasser hätten sich die Dichtungssysteme und Produktausführungen in anderen Kundenflotten langjährig bewährt. Dank des Service vor Ort könnten die Ausfallzeiten möglichst kurz gehalten werden.
Für alle 18 Carrier wurden 36 Ruderpropeller SRP 340 (früher SRP 1012) in Sonderausführung als Hauptantriebe geordert. Daneben kommen 30 Querstrahler STT 1 CP zum Einsatz, ebenso sechs Pump Jets SPJ 132 als zusätzliche Manövrierhilfe in den drei breiteren Schiffen. Der Auslieferungszeitraum beläuft sich auf zwölf Monate bis Ende 2017.
Die Schottel-Gruppe als Hersteller von Antrieben und Steuerungen für Schiffe und Offshore-Anwendungen besteht seit 95 Jahren. Das Unternehmen entwickelt und fertigt seit rund 60 Jahren rundum steuerbare Antriebs- und Manövriersysteme, komplette Antriebsanlagen bis 30 Megawatt Leistung, dazu Steuerungen für Schiffe aller Art und Größe. Schottel ist weltweit mit rund 100 Vertriebs- und Servicestandorten vertreten. fab
