Fischereiforschungsschiff für Angola

Das Fischereiministerium von Angola hat sich zu einem bedeutenden Stammkunden für Damen Shipyards entwickelt.

Jetzt erhielt die niederländische Werftengruppe mit Hauptsitz in Gorinchem den Auftrag für den Neubau eines weiteren Fischereiforschungsschiffs.

Seit vielen Jahren liefert Damen regelmäßig Spezialschiffe an die Behörden des südwestafrikanischen Staates. So wurden von der Werft erst kürzlich zwei 62 Meter lange Fischereischutzboote vom Damen-Typ 6210 und ein kleineres Fischereiforschungsschiff (FRV 2808) übergeben. Die Fischwirtschaft ist für Angola von großer Bedeutung. Das Land verfügt über eine rund 1650 Kilometer lange Küste und gehörte bis in die 1970er Jahre, bis zum Beginn des Bürgerkriegs, zu den weltweit führenden Produzenten von Fischmehl. Aber auch zwei Fähren, mehrere Schlepper, Schwimmbagger und Offshore-Einheiten stehen mittlerweile auf der Damen-Referenzliste für Angola.

„Angola brauchte einen Neubau, mit dem es die Erforschung seiner reichen Fischgründe vorantreiben kann“, sagte jetzt Friso Visser, Regionaldirektor bei Damen für Afrika. Für Hein van Ameijden, Geschäftsführer von Damen Schelde Naval Shipbuilding, spielte für die Auftragsvergabe vor allem Damens umfangreiche Erfahrung im Marineschiffbau eine große Rolle: „Jedes erfolgreiche Forschungsschiff muss extrem leise operieren können. Damen hat die Expertise, um die entsprechenden Geräusche-Standards, wie sie auch im Marineschiffbau gefordert werden, erreichen zu können.“ Das neue Fischereiforschungsschiff, das bei Damen unter der Typbezeichnung „FRV 7417“ geführt wird, erhält eine entsprechende „Silent-A/F/R“-Klassifikation. Sie berücksichtigt die spezielle Auslegung des Designs, des Baus und der Ausrüstung im Hinblick auf möglichst geringe Geräuschemissionen unter Wasser, aber auch an Bord selbst. Ebenso sollen Vibrationen weitgehend ausgeschlossen werden. Alle Maschinenkomponenten, einschließlich Pumpen und Lüftungsanlagen, werden nach Angaben von Damen möglichst elastisch gelagert, um so wenig Geräusche und Vibrationen wie möglich zu verursachen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Das Einsatzgebiet des Neubaus ist breit gefächert: Er soll für die Grundnetzfischerei ebenso wie für das Fischen mit Schwimmschleppnetzen geeignet sein, hydrografische Vermessungen durchführen können, Plankton- und Wasserproben analysieren und auch bei Ölunfällen und Notschleppaktionen einsetzbar sein. Die geplante Dienstgeschwindigkeit liegt bei 31 Knoten.

Das Basic-Design liefert das norwegische Konstruktionsbüro Skipsteknisk AS zu; über Baubeginn, Auftragsvolumen und Ablieferung machte Damen noch keine Angaben. bo/fab

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