FSG-Aufträge haben weiterhin Bestand
Ein Nettoverlust von 111 Millionen Euro im vergangenen Jahr, Verzögerungen beim Schiffbau und Kurzarbeit – die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) sah sich zuletzt vermehrt mit schlechten Nachrichten konfrontiert. Jetzt hat die Werft in einer Stellungnahme reagiert. Die aktuellen Aufträge haben Bestand, heißt es darin.
Demnach stehe die FSG in engem Kontakt mit den Kunden der zu bauenden RoPax-Fähren, um die nächsten Schritte für den Bau der georderten Schiffe zu besprechen. Das hätten Lars Windhorst, Gesellschafter und CEO des FSG-Investors Tennor Holding, und Alex Gregg-Smith, CEO der FSG, auch auf der jüngsten Betriebsversammlung am 20. Juni bekanntgegeben. „Diese Gespräche verliefen bisher sehr vielversprechend“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Und: „Die Verträge wurden weder vom Kunden noch von der FSG gekündigt.“
Das betrifft auch den Neubau mit der Nummer 781 für den ehemaligen FSG-Hauptanteilseigner Siem: Die Kiellegung habe am 27. Mai stattgefunden, der Bau verlaufe planmäßig auf der Helling. Für den 29. Oktober sei der Stapellauf geplant.
Indes befinde sich die RoPax-Fähre „Honfleur“ für Brittany Ferries in der Phase umfangreicher Ausrüstungs- und Inbetriebnahmearbeiten. „Aus diesem Grunde wurden Inbetriebnahmearbeiten des RoRos ,Leevsten‘ und die Arbeiten an der Baunummer 781 für Siem teilweise verschoben, was zu temporären Kapazitätsengpässen in einem Teil der Produktion führt.“ Über die daraus resultierende, vorübergehende Kurzarbeit hatte die FSG Ende April informiert.
Der jüngst vorgelegte Jahresbericht von Siem Industries für 2018 hatte Einblick in die Situation bei der FSG gegeben. Vor allem die verspätete Ablieferung der „W.B. Yeats“ habe zu einem wesentlichen Verlust geführt, heißt es darin. ger