„Gorch Fock“ als „Pfand“

Überschattet vom Streit über das Ausdocken der „Gorch Fock“ hat in Nordenham an der Weser die erste Gläubigerversammlung der insolventen Elsflether Werft begonnen.

Die Bredo Werft in Bremerhaven, einer der Hauptgläubiger, forderte 5,1 Millionen Euro brutto von der Marine oder der Elsflether Werft. Sonst werde die Werft das Segelschulschiff nicht wie geplant am Freitag ausdocken, teilte sie am Montag mit. Dagegen besteht die Marine darauf, dass der sanierte Rumpf des Schiffs nach mehr als drei Jahren erstmals wieder zu Wasser gelassen werden soll.

Der Termin steht durch das geltend gemachte Rückhaltungsrecht der Werft infrage. Während sich Bredo-Geschäftsführer Dirk Harms durch ein Rechtsgutachten gestärkt sieht, will die Marine keine Zahlungen außerhalb des Insolvenzverfahrens der Elsflether Werft leisten. Bei der Versammlung im Amtsgericht Nordenham sollte es darum gehen, den Fortbetrieb der Elsflether Werft zu sichern. Auch die Bredo Werft ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten, weil für die „Gorch Fock“ in ihrem Dock lange nicht gezahlt worden ist. lni/bek

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