Küstenländer für Bundes-Hilfen

Die beiden Küstenbundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein fordern vom Bund mehr Schiffbau-Bürgschaften.

In einem Antrag zur nächsten Sitzung des Bundesrates am 14. Februar verlangen die beiden Nachbarbundesländer die uneingeschränkte Aufnahme des Schiffbaus in das neue parallele Bund-Länder-Großbürgschaftsprogramm. Das teilte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag. Weiter sagte er: „Die bisherigen Pläne sehen eine drastische Reduzierung der Beteiligung des Bundes beim Thema Schiffsbürgschaften vor. Das darf nicht sein.“

Hintergrund für den Vorstoß ist, dass Mecklenburg-Vorpommern verschiedene Großaufträge der zum malaysischen Genting-Konzern gehörenden MV Werften erwartet. „Die alleinige Begleitung der Schiffbaufinanzierung mit Landesbürgschaften würde die Leistungsfähigkeit unseres Landes weit überfordern“, betonte Glawe. Der Präsident des Schiffbauverbandes VSM, Harald Fassmer, warnte auf dem jüngsten Parlamentarischen Abend des Verbandes in Berlin vor den möglichen negativen Folgen des „Angriffs“ chinesischer Großwerften auf das nach wie vor von europäischen Werften beherrschte Marktsegment „Passagierschiffbau“. „Mit unfassbaren Milliarden-Beträgen wird die chinesische Schiffbauindustrie subventioniert.“ High-Tech-Schiffbau sei Staatsziel, so Fassmer weiter. EHA/dpa

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