Nordic: Chancen für Tausende Beschäftigte

Die IHK Rostock sieht nach der Übernahme der Nordic-Werften durch den asiatischen Konzern Genting große Chancen für Tausende Beschäftigte im Nordost-Schiffbau.

„Wir können die Schiffbaukompetenz als traditionelles industrielles Rückgrat weiter im Land halten“, sagte jetzt IHK-Hauptgeschäftsführer Jens Rademacher. 2014 waren im Nordosten rund 5000 Menschen direkt und 7500 indirekt im Schiffbau beschäftigt gewesen. „Jetzt werden wieder Schiffe gebaut und keine Konverter-Plattformen“, so Rademacher. Es sei aber das Verdienst des russischen Werfteigners Witali Jussufow, dass diese Übernahme überhaupt möglich wurde. „Er hat die Werften über mehrere Jahre hinweg ‚heiß‘ gehalten“, sagte Rademacher.

Genting hatte vergangene Woche bekanntgegeben, die drei Nordic-Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund für 230,6 Millionen Euro zu übernehmen (THB 3. März 2016). Noch ist nicht klar, wie der Übergang der Mitarbeiter zum neuen Arbeitgeber über die Bühne gehen wird. An den drei Werften sind aktuell rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt. Genting hatte zugesichert, alle Werft-Beschäftigten zu übernehmen. Der Großteil davon arbeitet an der Fertigstellung der Offshore-Konverterplattform DolWin gamma. Während in Warnemünde die Topside der Plattform montiert wird, werden in Wismar und Stralsund die Fundamente gefertigt. Der Übergang der Nordic-Yards-Mitarbeiter zu Genting soll in mehreren Phasen erfolgen und richtet sich nach dem Baufortschritt von DolWin gamma, hatte Jussufow bestätigt. Die vertraglichen Verpflichtungen aus diesem Auftrag von GE würden erfüllt, so Dr. Herbert Aly, Geschäftsführer Nordic Yards.

Eine Option beim Übergang könnte eine Phase der Kurzarbeit sein. Es gebe dazu entsprechende Gespräche, bestätigte ein Sprecher des Landesarbeitsministeriums. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. fab/lmv/EHA

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