„Otto Lauffer“: Restaurierung gesichert

Die „Otto Lauffer“ besteht derzeit aus einem sanierten, aber vollständig entkernten Schiffsrumpf, Foto: Museumshafen Oevelgönne

Die Barkasse auf Elbtour vor Blankenese, Foto: Andreas Westphalen
Hamburgs Wirtschaftsbehörde und die Kulturbehörde unterstützen mit 490.000 Euro die Restaurierung der ehemaligen Polizeibarkasse „Otto Lauffer“.
Den weiteren Angaben zufolge steuert die Wirtschaftsbehörde davon 400.000 Euro bei, die Kulturbehörde 90.000 Euro, hieß es am Dienstag. Auf Initiative Hamburger Bundestagsabgeordneter hat der Bund bereits aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundesministeriums für Kultur und Medien 400.000 Euro für die notwendige Generalrestaurierung zur Verfügung gestellt.
Die 1928 als „Hafenpolizei VI“ in Betrieb gegangene Barkasse „Otto Lauffer“ wird nach der Restaurierung im Museumshafen Oevelgönne liegen.
Wirtschaftssenator Frank Horch sagte: „Mit der ‚Otto Lauffer‘ erhält Hamburg einen weiteren touristischen Anziehungspunkt.“ Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler ergänzte: „Die ‚Otto Lauffer‘ ist ein hervorragendes Beispiel für die Entwicklung der Schifffahrt. Deshalb ist ihr Erhalt ein besonderes Anliegen.“
Andreas Schildhauer, Erster Vorsitzender des Museumshafens Oevelgönne e.V.: „Als Eigner freuen wir uns ganz besonders über die Mittel. Das Schiff wird nun über den kommenden Winter von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern für die Generalrestaurierung vorbereitet, die dann 2016 beginnen kann. Neben vielen schiffbaulichen Arbeiten wird die ‚Otto Lauffer‘ einen neuen Dampfkessel als Herzstück erhalten.“ Seinerzeit von der Finanzdeputation Hamburg in Auftrag gegeben und bei der Hamburger Werft H.C. Stülcken & Sohn gebaut, hat die Barkasse eine besondere Bedeutung für Hamburgs Hafen. Als über 40 Jahre aktives Behördenschiff mit einem Aktionsradius von weit über 100 Kilometern auf der Elbe ist sie ein wichtiges Zeugnis des Hafenbetriebs von den 1920er Jahren bis in die späten 1960er Jahre. Nach der Ausmusterung wurde sie dem Museum für Hamburgische Geschichte übergeben. Bei der Inbetriebnahme als Museumsschiff erhielt sie zu Ehren des ersten Direktors des Museums den Namen ‚Otto Lauffer‘ und war 1969 der erste Museumsdampfer Deutschlands. Anfang der 1980er Jahre wurde das Schiff bei Blohm + Voss aufwendig instand gesetzt und galt als das bestrestaurierte Dampfschiff Deutschlands. Nach 75 Dienstjahren erlosch 2003 die Betriebserlaubnis des Dampfkessels, zwei Jahre später übereignete das Museum das Schiff dem Museumshafen Oevelgönne. Die begonnene Komplettsanierung bei Jugend in Arbeit stagnierte 2010. Seitdem ruhte das Projekt mit ungewisser Zukunft – bis heute.
Die „Otto Lauffer“ besteht derzeit aus einem sanierten, aber vollständig entkernten Schiffsrumpf, einem irreparablen Dampfkessel und zahllosen Einzelteilen. Der Wiederaufbau in einen betriebsfähigen Zustand ist für den Verein eine große Herausforderung. Das gesamte Projekt wird mindestens ein Jahr Laufzeit haben. FBi
