Polens erste MEKO-Korvette am Pier

Der Bau der erste polnischen Korvette nach Plänen aus Deutschland geht in Gdingen in die Endphase. Die „Slazak“ liegt derweil an der Ausrüstungs pier der Werft Stocznia Marynarki Wojennej in Gdingen.

Das Schiff hat einen Teil seiner Ausrüstung bekommen, und seine Erprobung soll im Herbst beginnen. Es hat schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Der Auftrag wurde 2001 vergeben. Damals entschied sich die polnische Beschaffungsbehörde für einen Fregattenentwurf aus dem Hause Blohm + Voss in Hamburg. Dabei handelte es sich um eine Weiterentwicklung des Typs MEKO A-100. Die Lizenz dafür wurde erteilt. MEKO steht für Mehrzweck-Kombination und deutet die Modularisierungsmöglichkeiten an.

Am 28. November 2001 wurde der Kiel für den Neubau gelegt. Zeitweise war der Bau von sieben Schiffen geplant gewesen. Die Kosten für diese Korvette explodierten jedoch. Zwischen der ersten Kalkulation und der finalen Ausstattung 2012 stieg der Preis von 180 auf 360 Millionen Euro. Deshalb wurde das Projekt mehrmals gestoppt. Das Bauprogramm schrumpfte daraufhin von sieben auf ein Schiff.

Am 2. Juni 2015 war der Tag, an dem nach 14 Jahren Bauzeit die „Slazak“ feierlich zu Wasser kam. Danach begann in Gdingen die Ausrüstung. Die Indienststellung ist für Anfang 2017 geplant. Das 92,5 Meter lange und 13,5 Meter breite Schiff verdrängt 2150 Tonnen. Angetrieben wird es von einem Mix aus Gasturbinen und Dieselmotoren. Zwei deutsche MTU-Motoren des Typs 12V595TE90 stehen im Maschinenraum. Als Gasturbine wurde eine LM2500 von General Electric ausgewählt. Mit diesem Mix soll der Neubau eine Geschwindigkeit bis zu 30 Knoten erreichen.

Bei der Bewaffnung sind jetzt überwiegend Rohrwaffen vorgesehen. Eine 76-Millimeter-Kanone von Oto Melara gehört zur Ausstattung. Außerdem gibt es vier Starter des Nahbereichssystems Gorm gegen Luftziele.

Beim Bau steht die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) der polnischen Werft zur Seite. FB/pk

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