Ruderanlage für stärkste Eisbelastungen

Die Ruderblätter des neuen Eisbrechers müssen große Kräfte aushalten, Foto: DMC
Der niederländische Schiffbauzulieferer Damen Marine Components (DMC) hat die Ausrüstung des neuen australischen Arktis-Versorgungs- und Forschungsschiffes „Nuyina“ abgeschlossen.
Der Neubau entsteht zurzeit bei Damen Shipyards Galati in Rumänien. DMC ist unter der Marke Van der Velden Marine Systems für die Detailplanung und Fertigung des Ruders und der Ruderanlage verantwortlich.
Die gelieferten Komponenten sind speziell auf die hohen Anforderungen des künftigen Fahrtgebietes, das Südpolarmeer, ausgelegt und nach entsprechend hohen Standards gefertigt.
Dabei handelt es sich vor allem um komplexe freihängende und vollflächige Ruderblätter. Sie sollen besonders gute hydrodynamische Eigenschaften liefern und dabei auch die hohen einwirkenden Kräfte während der Eisfahrt problemlos aufnehmen können.
Um ein komplettes Rudersystem von der Hydraulik über den Antrieb und die Steuerung anzubieten, hat DMC seine Kompetenzen in diesem Bereich mit MacGregor Hatlapa in Uetersen gebündelt. Wie DMC mitteilt, fertigte das dortige Werk nach den vorgegebenen Spezifikationen die Baugruppen für die Lenkgetriebe und die Hydrauliksysteme, DMC steuerte unter anderem Lager und Fundamente sowie die Elektrik für die Steuerung bei.
Um die hohen Standards für den Eisbrechereinsatz zu gewährleisten, arbeitete DMC während des gesamten Design- und Fertigungsprozesses eng mit der Klassifikationsgesellschaft Lloyd’s Register zusammen.
Auch wenn die Konstruktionsgeschwindigkeit der „Nuyina“ nur bei 16 Knoten liegt, mussten die meisten Komponenten am Unterwasserschiff aus Festigkeitsgründen für eine theoretische Geschwindigkeit von über 31 Knoten ausgelegt werden.
So entsprechen auch die auf den 160 Meter langen Rumpf des neuen Eisbrechers einwirkenden Belastungen denen eines doppelt so langen Schiffes. bo