„Stena Edda“ aufgeschwommen

Kurz vor dem Aufschwimmen: die „Stena Edda“ im Avic-Dock, Foto: Stena Line
Der zweite „E-Flexer“ der schwedischen Reederei Stena Line hat Wasser unter dem Kiel. Der Neubau ist bei der Avic Weihai Shipyard in China aufgeschwommen und heißt „Stena Edda“, teilte das Unternehmen jetzt mit. Die Indienststellung ist für Frühjahr 2020 angesetzt. Dann soll die RoPax-Fähre auf der Relation Belfast–Liverpool in der Irischen See eingesetzt werden.
Die „Stena Edda“ ist nach der „Stena Estrid“, die im Januar vom Stapel lief, der zweite von drei „E-Flexern“, die nach Reedereiangaben speziell für die Irische See konzipiert wurden. Mit jeweils 215 Metern Länge würden die Schiffe größer als die heute in der Region eingesetzten Fähren. Bei 3100 Spurmetern, Platz für 120 Fahrzeuge sowie 1000 Passagiere und Crewmitglieder an Bord entspreche das auf der Linie Belfast–Liverpool einer Kapazitätssteigerung von 20 Prozent, so die Reederei. „Diese Investition unterstreicht unser Engagement in der Irischen See und unsere Entschlossenheit, unseren Kunden das bestmögliche Fracht- und Reiseerlebnis zu bieten“, sagte Stena-Line-CEO Niclas Mårtensson.
Die „E-Flexer“-Serie ist mit diesen drei Schiffen jedoch nicht beendet. Erst Ende März gab die Stena-Gruppe bekannt, die Order auf insgesamt neun Neubauten erweitert zu haben. Zu der Reihe gehören auch zwei größere „E-Flexer“, die 2022 in Fahrt kommen sollen. Sie werden 240 Meter lang, verfügen über 3600 Spurmeter und Platz für 1200 Passagiere. Die Fertigung der Schiffe managt die Schwesterreederei Stena RoRo.
Die „E-Flexer“ – zunächst lediglich vier Einheiten – hatte Stena erstmals im Frühjahr 2018 mit dem Ziel eines 15 Prozent geringeren Energieverbrauchs in Auftrag gegeben. ger