30 Millionen Dollar für Panamax-Schiffe
Als „Verkauf des Jahres" kann die bevorstehende Übernahme der Containerfrachter „Wieland" und „Anke Ritscher" durch die Antwerpener Delphis-Gruppe von Alexander Saverys bezeichnet werden.
Für die vor sechs Jahren in Polen bei der Stocznia Szczecinska Nowa entstandenen Panamax-Schiffe mit einer Stellplatzkapazität von 3091 TEU konnten die in Jork ansässigen Reedereien Tamke und Ritscher einen bemerkenswerten Erlös von jeweils 30,9 Millionen Dollar erzielen. Damit wurde der damalige Baupreis (33 Millionen Dollar) nur knapp verfehlt. Die Transaktion kam durch Vermittlung der Hamburger Maklerfirma Peter Döhle Schiffahrts-KG zustande. Die Übergabe wurde für den Spätherbst dieses Jahres vereinbart. Bis dahin ist „Wieland" als „Emirates Victory" an die Emirates Shipping Line (Dubai) verchartert und „Anke Ritscher" unter dem Charternamen „CSAV Sao Paulo" bei der Compania SudAmericana de Vapores (Valparaiso) beschäftigt.
Die 221 Meter langen, 32,25 Meter breiten und auf 12,15 Metern Tiefgang rund 42.000 Tonnen tragenden 35.645-BRZ-Frachter weisen eine Ladekapazität von 2250 TEU à 14 Tonnen auf, verfügen über Anschlüsse für 500 Kühlcontainer und sind mit drei 45-Tonnen-Bordkranen des Herstellers NMF ausgerüstet. Mit einem 25.270 kW leistenden Cegielski/MAN-Motor laufen sie 22 Knoten.
In Kürze steigen die derzeit nur Containerfrachter betreibenden Reedereien Tamke und Ritscher auch in die Massengutfahrt ein. Ab Oktober 2010 werden von chinesischen Werften zwei Supramax-Bulker (57.000 tdw) an Tamke und zwei „Baby-Caper" an Ritscher geliefert. Ritscher erhält seine Ende Februar und Mitte April 2011 in Fahrt kommenden 92.500-Tonner „Harm" und „Piet" anstelle von zwei zunächst geplanten 4250-TEU-Containerfrachtern.