44 Kriegsschiffe starten NATO-Manöver
40 Schiffe, vier U-Boote, 30 Flugzeuge und 6500 Soldaten aus zwölf Staaten sind gestern zu dem NATO-Manöver „Brilliant Mariner" in Nord- und Ostsee aufgebrochen.
Aus Wilhelmshaven liefen 15 der teilnehmenden Kriegsschiffe in Richtung Norwegen aus, darunter auch die deutsche Fregatte „Karlsruhe". Der atomgetriebene Flugzeugträger der Franzosen, „Charles de Gaulle", hatte bereits am Sonntag den Hafen in Cuxhaven verlassen.
Während des zehntägigen Manövers wollen die Einsatzkräfte von elf Nato-Staaten sowie Schweden als Mitglied der Organisation „Partnerschaft für den Frieden" unter anderem den Schutz vor Piratenangriffen sowie die Bewältigung von Situationen im Rahmen „asymmetrischer Bedrohungen", also beispielsweise Embargooperationen oder Abwehr terroristischer Bedrohungen, üben.
„Brilliant Mariner 2010" wird bis zum 22. April von der Schnellen Eingreiftruppe der NATO (NATO Response Force, NRF) unter dem Kommando der französischen Marine durchgeführt. Koordiniert wird das Manöver vom Stab des Marinehauptquartiers der NATO in Northwood bei London. Da Deutschland (gemeinsam mit Dänemark) die Gastgebernation ist, dient der Marinestützpunkt Wilhelmshaven als Anlauf- und Ausgangspunkt der teilnehmenden Einheiten sowie als logistische Drehscheibe.
Neben Deutschland, Frankreich und Schweden werden Einheiten aus Belgien, Dänemark, Estland, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Spanien, Großbritannien und den USA teilnehmen. Für Deutschland sind neben der „Karlsruhe" je zwei Schnellboote, Minenjagdboote, Versorgungsheinheiten, ein U-Boot und in der Luft ein Seefernaufklärer sowie 600 Marinesoldaten im Einsatz.