821. Hafengeburtstag ohne Großsegler
Der 821. Hamburger Hafengeburtstag vom 7. bis 9. Mai muss in diesem Jahr ohne die Großsegler auskommen.
Die Windjammer der Kategorie „A" seien allesamt verhindert, sagte Michael Jenke, Leiter des Referats Volksfeste und Sonderveranstaltungen bei der Hamburger Behörde für Kultur, Sport und Medien, gestern in Hamburg bei der Präsentation des Hafengeburtstags-Programms. Hamburgs Hafenkapitän Jörg Pollmann wies darauf hin, dass es sich beim Hafengeburtstag auch nicht um eine „Sail"-Parade handele. Stattdessen steht maritime Technologie der Zukunft im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung. So wird der Solar-Katamaran „PlanetSolar" nach dem gestrigen Stapelhub in Kiel die Hansestadt als ersten Hafen überhaupt anlaufen, und die SWATH-Doppelrumpf-Technologie wird gleich mit zwei Fahrzeugen vertreten sein, dem Lotsen-Stationsschiff „Elbe" und dem Zollkreuzer „Helgoland".
Ein weiterer interessanter Höhepunkt der Zukunftstechnologie wird die selbstfahrende Hubinsel „Thor" sein, das mit seinen vier 82 Meter langen Stahlbeinen und dem Deckskran mit seinem 87 Meter langen Ausleger wohl auffälligste schwimmende Objekt des diesjährigen Hafengeburtstags. Die 70 Meter lange und 40 Meter breite Hubinsel wird am 6. Mai im Hamburger Hafen getauft und an der Einlaufparade teilnehmen.
Die Einlaufparade wird angeführt von Hamburgs fahrtüchtigem Museumsschiff „Cap San Diego". Zuschauermagneten werden auch die fünf Kreuzfahrtschiffe sein, die zum größten Hafenfest der Welt am Cruise Terminal an- und ablegen: Die „Queen Mary 2" gratuliert dem Hamburger Hafen mit einem Besuch, und „Mein Schiff" von TUI Cruises kehrt am Sonnabend von der ersten „Rock-Liner-Kreuzfahrt" nach Hamburg zurück. Beide Luxusliner werden zum Feuerwerk am Sonnabend um 22.30 Uhr in Höhe der Elbphilharmonie und vor Blohm + Voss Dock 11 in Position gehen. Zudem machen die „AIDAluna", die „Alexander von Humboldt" und die „Delphin" zum Hafengeburtstag in Hamburg fest.
Neben der Deutschen Marine schicken in diesem Jahr Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien und Portugal Marineeinheiten nach Hamburg, um ihr Land zu repräsentieren und die Besucher auf einen Blick an Bord einzuladen. Der 182 Meter lange französische Hubschrauberträger „Jeanne d’Arc" besucht Hamburg auf seiner letzten Ausbildungsreise vor der Außerdienststellung. Die Fregatte „Hamburg" der Deutschen Marine wird am Sonntag die Auslaufparade anführen.
Die traditionelle Schifffahrt wird durch der 1910 gebauten Salondampfer „Hydrograph", das Küstenmotorschiff „Unterelbe" und den 105 Jahre alten Tonnenleger „Bussard" repräsentiert.