„AIDAcara“ sagt Kanalpassage ab

Zuviel Wind: die „AIDAcara“ fuhr nicht durch den NOK, Foto: Hasenpusch
Das Kreuzfahrtschiff „AIDAcara“ stornierte am Sonntag die Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal.
Die Schiffsführung hatte die Bestellung für die Reise durch den Kanal zur Nordsee am Sonntagnachmittag sehr kurzfristig abgesagt. Auslöser war die Wetterlage in Schleswig-Holstein.
„Starkwinde und Böen von bis zu 30 Knoten verhindern eine sichere Passage des Nord-Ostsee-Kanals“, sagte AIDA-Sprecher Hansjörg Kunze. Die starken Winde hatten am Wochenende zudem für eine Kollision zwischen einem Autotransporter und einem Containerfrachter auf der Höhe von Breiholz im Nord-Ostsee-Kanal geführt (siehe Beitrag auf dieser Seite). Für die nächste geplante Fahrt durch den NOK am kommenden Sonntag, 30. April, soll dann ebenfalls wieder unmittelbar vorher unter Brücksichtigung der dann aktuellen Wetter- und Verkehrslage entschieden werden.
Bereits am 9. April hatte die „AIDAcara“ die erste Kanalpassage des Jahres absagen müssen. Damals war die stürmische Wetterlage auf der Nordsee das Problem.
Hinzu kamen am Wochenende Probleme mit den Schleusenkammern in Holtenau. Da nur eine von vier Schleusenkammern in Betrieb ist (THB 18. April 2017), hat sich im Laufe des vergangenen Sonntags erneut ein Stau bei den Anmeldungen gebildet. Derzeit beträgt die Wartezeit fast acht Stunden für Schiffe, die in den Kanal wollen. Die „AIDAcara“ sollte um 18 Uhr ablegen und eigentlich direkt in den Kanal einschleusen. Schließlich wurde erst ein Platz in der Nacht zu gestern frei.
Mehr Glück hatten die Passagiere des britischen Kreuzfahrers „Braemar“. Das Schiff konnte nach nur drei Stunden Wartezeit einen Platz in der Schleuse in Kiel bekommen, seine Reise von Travemünde nach Hamburg antreten und aufgrund der Verzögerungen vor den Schleusen und Wartezeiten angesichts des hohen Verkehrsaufkommens halbwegs geplant die Passage absolvieren. Allerdings verschob sich die Ankunftszeit in Hamburg dadurch ebenfalls in die Nacht. FB/pk