«AIDAluna» vorgestellt

Zum Start in die Kreuzfahrtsaison hat die Reederei AIDA Cruises ihr neues Schiff «AIDAluna» am Mittwoch in Hamburg präsentiert. Die Jungfernreise tritt der Luxusliner mit 13 Decks und 1025 Kabinen an diesem Sonntag Richtung Mittelmeer mit Ziel Mallorca an. Dort wird das auf der Meyer-Werft im niedersächsischen Papenburg gebaute 252 Meter lange Schiff am 4.
April vom Model Franziska Knuppe getauft.

Bei dem Schiff sei besonderer Wert auf einen sorgsamen Umgang mit Energie gelegt worden, erklärten Vertreter der Rostocker Reederei bei einem Rundgang durch die technischen Abteilungen. So würden die Motoren auf der Elbe und während der Liegezeit mit dem saubersten zur Verfügung stehenden Schiffstreibstoff Gasöl versorgt. «Wir sind auch schon auf Landstromversorgung vorbereitet», sagte Ulf Hirsekorn, der für die Elektrotechnik der Schiffsneubauten bei AIDA verantwortlich ist. Möglich wäre es auch, die Schiffe während der Hafenliegezeit mit Gas zu versorgen. Voraussetzung sei aber immer eine entsprechende Infrastruktur.

Der dieselelektrische Antrieb des Schiffes ist nach Hirsekorns Angaben umweltfreundlicher als ein klassischer dieselmechanischer Antrieb, weil die vier Motoren mit zusammen 36 000 Kilowatt Leistung immer nur so viel Strom produzieren müssen, wie gerade gebraucht wird - und dabei im optimalen Wirkungsbereich arbeiten. So reicht im Hafen ein Motor aus, um die benötigten knapp 5000 Kilowatt Strom zu erzeugen. Die beiden jeweils 12 400 Kilowatt starken Fahrmotoren können stufenlos bis zur Höchstgeschwindigkeit von 22 Knoten geregelt werden. «Der Vorteil liegt in der Flexibilität», sagte Lars Kläschen vom Unternehmen Siemens, das die elektrischen Anlagen für das rund
315 Millionen Euro teure Schiff geliefert hat.

Den maximal 2050 Passagieren auf dem 32 Meter breiten und 48 Meter über dem Wasser aufragenden Schiff stehen unter anderem sieben Restaurants, elf Bars und ein 2300 Quadratmeter großer Fitness- und Wellnessbereich zur Verfügung. 646 Besatzungsmitglieder - vom Koch bis zum Kapitän - kümmern sich um die Gäste. AIDA Cruises wird in Hamburg von diesem Sommer an das zweite Kreuzfahrt-Terminal in Altona gemeinsam mit dem Unternehmen Unikai betreiben. Dann werden die Schiffe mit dem auffälligen Kussmund am Bug häufiger in der Hansestadt zu sehen sein.

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