Barkassen-Unfall im Hamburger Hafen
Nach dem Barkassen-Unfall im Hamburger Hafen untersucht die Polizei die Ursache. "Die technischen Ermittlungen der Wasserschutzpolizei laufen noch", sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin am Montag. Dabei werde etwa geprüft, warum sich der Rückwärtsgang nicht einlegen ließ. Auch Zeugen sollen in den kommenden Tagen befragt werden.
Die 51 Passagiere an Bord der Barkasse "Ruth" genossen am Samstagmittag die Rundfahrt im Hamburger Hafen, als ein technischer Defekt zu einem Unfall in einer Schleuse führte. Elf Gäste und die 39 Jahre alte Kapitänin wurden leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei fuhr die Barkasse um 13.34 Uhr frontal gegen die Wand in der Ellernholzschleuse, weil sich der Antrieb der Barkasse nicht mehr auf Rückwärtsfahrt schalten ließ.
Als sie in der Schleuse merkte, dass sich der Vorwärtsgang nicht auskuppeln ließ, habe sie sofort die Notabschaltung des Motors betätigt. Vielleicht vier Sekunden seien noch geblieben bis zum Aufprall der gleitenden Barkasse gegen das Schleusentor. "Über Lautsprecher habe ich die Fahrgäste gewarnt und aufgefordert, sich gut festzuhalten."
Viele der rund 50 Fahrgäste an Bord stürzten zu Boden. Nach Angaben der Feuerwehr erlitten die Betroffenen Verletzungen wie etwa Prellungen, Stauchungen und in einem Fall einen ausgekugelten Daumen. Über Telefon rief die Kapitänin Hilfe, die Barkasse wurde von einem Feuerwehrboot zu einem Anleger abgeschleppt. Dort wurden die Verletzten versorgt oder ins Krankenhaus gebracht. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen. An der Barkasse und dem Schleusentor entstand Sachschaden. Die Barkasse liegt für weitere technische Untersuchungen am Ponton des Wasserschutzpolizeikommissariates 2.