Bei LNG die Nase vorn

BV-Deutschland-Chef Dr. Hans J. Gätjens (l.) begrüßte seine Gäste bei Wein und Käsespezialitäten, Foto: Meyer
Zur traditionellen Beaujolais-Primeur-Verkostung konnte Dr. Hans J. Gätjens kürzlich zahlreiche Gäste aus Schifffahrt, Schiffbau und Zulieferindustrie in der Hamburger Zentrale von Bureau Veritas (BV) begrüßen.
„Die Anpassungsfähigkeit an neue Rahmenbedingungen und Märkte ist sicherlich ein Grund für das lange Leben und die Expansion des 1828 von drei Herren in Antwerpen gegründeten Bureau Veritas“, sagte Gätjens, Chef der in der Elbmetropole ansässigen deutschen Zentrale der französischen Klassifikationsgesellschaft. Aus den damals drei seien heute weltweit 75.000 BV-Mitarbeiter geworden. Und bereits 1850 habe die Gesellschaft zunächst ein Büro in Hamburg und 1861 dann in Harburg eröffnet, so Gätjens weiter.
In seiner Ansprache betonte Gätjens, dass BV rechtzeitig das Potenzial von verflüssigtem Naturgas (LNG) erkannt habe, um langfristig das Schweröl als Schifffahrtskraftstoff zu ersetzen. „Bei Bestellungen von Schiffen mit LNG als Kraftstoff sind wir jetzt Marktführer“, stellte er fest und wies auf den Auftrag der Reederei CMA CGM zum Bau von neun 20.000-TEU-Frachtern mit LNG-Antrieb hin. Auch bei Bunkerschiffen für LNG habe man die Nase vorn: Drei Bunkerschiffe seien bereits abgeliefert und sechs weitere mit BV-Klasse in Bau. Hinsichtlich der Infrastruktur habe seine Klassifikationsgesellschaft außerdem Risikoanalysen über geplante LNG-Terminals in Wilhelmshaven und Brunsbüttel durchgeführt.
Wie aus einer von Gätjens präsentierten Statistik hervorgeht, beschäftigt BV in Deutschland in sechs Büros mittlerweile 76 Mitarbeiter und ist nach eigenen Angaben mit 320 klassifizierten Schiffen und über vier Millionen BRZ hinsichtlich der Schiffsanzahl die Nummer zwei im Land. Hinzu kämen noch rund 120 Binnenschiffe mit BV-Klasse. jeme/bo
