Belgischer Lotsenstreik beendet

Der drei Tage lange Streik der rund 350 belgischen Lotsen ist beigelegt. Das bestätigte Annik Dirkx, Sprecherin des Städtischen Hafenbetrieb Antwerpen (SHA), auf THB-Anfrage. Der Durchbruch gelang nach mehrstündigen Verhandlungen von Spitzenvertretern der Flämischen Regierung sowie der Lotsen am späten Donnerstagabend. Bis dahin waren Dutzende von Seeschiffen vor den betroffenen Häfen Antwerpen, Zeebrugge und Gent zu Zwangsstopps verurteilt beziehungsweise konnten die Häfen nicht mit Ziel offene See verlassen. Hauptleidtragender der jüngsten Aktionen war Antwerpen. 

Als eine Konsequenz wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die sich intensiv mit den Strukturen des Lotswesens beschäftigt. Sie soll zudem Vorschläge erarbeiten, wie die Lotsen zu einer dauerhaft zuverlässig arbeitenden Serviceeinrichtung für die flämischen Häfen werden. 

Vor allem Antwerpen sorgt sich sehr um seinen internationalen Ruf und auch die möglichen, nachhaltig negativen Folgen der Streiks. So schlug die Ankündigung der Schweizer MSC-Reederei am Donnerstag wie eine Bombe ein, ihr Engagement in Antwerpen zu „überdenken“. Dieselbe Reederei, die noch vor einigen Monaten ankündigte, den Scheldehafen, in dem sie einen „Dedicatend Terminal“ betreibt, durch weitere Dienste zu stärken. In einem ersten Schritt veranlasste die Reederei, dass rund 40 Schiffe nach Rotterdam umdirigiert wurden beziehungsweise werden.  

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben