Bergung dauert "bis zu zwölf Monate"

Nach dem Abpumpen des letzten Schweröls aus dem Wrack der "Costa Concordia" wird das gekenterte Kreuzfahrtschiff noch bis zu einem Jahr vor der Küste der Insel Giglio liegen. Es würden zunächst ein halbes Dutzend Vorschläge zur Bergung des riesigen Schiffes geprüft, teilte der Sprecher der deutschen "Costa"-Reedereivertretung, Ralph Steffen, am Freitag im hessischen Alsbach mit.

"Die Arbeiten zur Bergung des Wracks werden erwartungsgemäß sehr komplex sein", sagte er weiter. "Je nachdem welcher Anbieter ausgewählt wird, werden sie zwischen zehn und zwölf Monaten in Anspruch nehmen." 

Die "Costa Concordia" war am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Ferieninsel Giglio im Mittelmeer havariert. Bislang wurden 25 Tote geborgen. Sieben Menschen gelten bislang noch als vermisst, darunter drei Deutsche. Allerdings wurden am Donnerstag fünf weitere Leichen im Wrack des Kreuzfahrtschiffes geortet. Es soll mehrere Tage dauern, die Toten zu bergen.

Nach Angaben von "Costa"-Sprecher Steffen wurde das Öl in den vergangenen Wochen zunächst erhitzt und danach abgepumpt. "Gleichzeitig wird Meerwasser in die Tanks geleitet", erklärte er. "Das soll gewährleisten, dass das Schiff seine stabile Lage beibehält." Die Gefahr einer großen Umweltkatastrophe durch auslaufendes Schweröl der gekenterten 290 Meter langen Schiffes sei gebannt.

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