Bergung wegen Sturm unterbrochen
Die Bergungsarbeiten an der am 26.3. gesunkenen südkoreanischen Korvette „Cheonan" mussten am Dienstag wegen schlechten Wetters unterbrochen werden. Starker Wind von 20 Knoten und zwei Meter hohe Wellen vereitelten den Versuch von Tauchern, Ketten an dem in über 45 Meter Tiefe liegenden Achterschiff anzubringen.
Ein Taucher fiel in der vergangenen Woche bereits den rauen Bedingungen vor Ort zum Opfer und starb, nachdem er unter Wasser wegen Atemnot das Bewusstsein verloren hatte. Die Bergung dürfte rund einen Monat dauern. Die Militärtaucher müssen extrem vorsichtig arbeiten, um nicht mit Bomben oder Torpedos in Kontakt zu kommen. An Bord waren zwölf MK9-Wasserbomben, sechs MK32-Torpedos und vier Flugkörper, als das Schiff sank. Die Ursache der Havarie ist nach wie vor nicht genau geklärt. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Explosion an der „Cheonan" durch eine alte Wassermine ausgelöst wurde.