BP verteidigt riskante Ölbohrungen

Nach dem Ölunfall im Golf von Mexiko sind an der Küste von Florida mindestens 20 Teerklumpen entdeckt worden. Die Fundstücke werden nun daraufhin untersucht, in welchem Zusammenhang sie zu dem Ölunfall stehen.

Der Chef des BP-Konzerns, Tony Hayward, verteidigte unterdessen die riskante Ölförderung aus der Tiefsee. „Wir fördern Öl aus solchen Tiefen aus gutem Grund: Die USA und die Welt brauchen dieses Öl", sagte der Manager gestern. Aus dem Golf von Mexiko würden 30 Prozent der amerikanischen Ölproduktion gedeckt. Der Unfall der Bohrplattform „Deepwater Horizon" werde „die Ölindustrie verändern, aber nicht stoppen". Hayward bekräftigte, dass sein Unternahmen für „alle gerechtfertigten Schadenersatzforderungen" aufkommen werde. „Noch klarer können wir uns nicht ausdrücken." Er reagierte damit auf Forderungen der Regierung, dass BP nochmals zusichern müsse, für die Schäden einzustehen.

In Washington gab es bereits erste personelle Konsequenzen: Der für die Kontrolle der Tiefseebohrungen zuständige Abteilungsleiter der US-Behörde für Mineralienförderung, Chris Oynes, nahm am Montag seinen Hut. Vorausgegangen war scharfe Kritik von Präsident Barack Obama an der seiner Ansicht nach zu engen und „behaglichen" Beziehung zwischen der Behörde und der Ölindustrie. Unterdessen setzte BP seine Bemühungen fort, das Umweltdesaster einzudämmen. Seit dem Wochenende kann durch ein angebrachtes Saugrohr ein Teil des austretenden Öls auf ein Schiff abgepumpt werden.

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