BSU appelliert an Wassersportler

Nach dem Tod eines Seglers auf der Elbe vor Otterndorf (Kreis Cuxhaven) hat die Bundesstelle Seeunfalluntersuchung (BSU) einen dringenden Sicherheitsappell an Wassersportler gerichtet. Das Nichtanlegen einer Schwimmweste erhöhe das Risiko zu ertrinken erheblich, teilte die Hamburger Behörde am Dienstag nach Abschluss der Untersuchung um den Tod des 66-Jährigen mit. Der Skipper einer acht Meter langen Jacht war Anfang August 2007 beim Bergen der Segel ohne Schwimmweste über Bord gegangen und trotz sofortiger Rettungsversuche binnen kurzer Zeit ertrunken.
Das Geschehen, das an jenem Augusttag auf der Elbe zum Tod des Mannes führte, begann nach dem BSU-Untersuchungsbericht so harmlos wie die meisten Sportboot-Törns. Zum Ende der Rückfahrt von Helgoland wollte der Skipper das Großsegel bergen. Als der zweite Mann an Bord das Boot in den Wind steuerte, schlug jedoch der Baum um und warf den 66-Jährigen über Bord. Erst im zweiten Anlauf des sofort eingeleiteten Mann-über-Bord-Manövers bekam der Mitsegler den im Wasser treibenden Skipper zu fassen. Selbst mit Unterstützung von einer zweiten Segeljacht gelang es nicht, den inzwischen bewusstlosen Mann an Bord zu hieven.
Schließlich wurde der Mann vom Beiboot einer Helgoland-Fähre aus der Elbe gezogen - allerdings zu spät. Der Arzt an Bord des inzwischen alarmierten Seenotrettungskreuzers konnte das Leben des 66-Jährigen nicht mehr retten.
Die Bergung einer bewusst- oder kraftlosen Person ist nach Ansicht der BSU in den meisten Fällen nur dann möglich, wenn geeignete Hebevorrichtungen auf dem Boot sind. Ohne Schwimmweste würden Über- Bord-Gegangene schnell entkräften, so dass sie nicht mehr aktiv zu ihrer Rettung beitragen könnten.
Deswegen appelliert die BSU eindringlich an die Eigenverantwortlichkeit aller Personen an Bord eines Sportbootes, Schwimmwesten zu tragen. Eine Ausrüstungspflicht für Hilfen, die das Wiedereinsteigen aus dem Wasser in ein Boot erleichtern, besteht laut BSU nicht.

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