Bund will Anteile halten
Der Bund rückt offenbar vom geplanten Verkauf seiner Anteile am Duisburger Hafen ab. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte dem „Handelsblatt“, er befürworte Bundesbeteiligungen, wo öffentliche Belange und Erwartungen bestehen. „Deshalb stehe ich auch beim Verkauf der Anteile am Duisburger Hafen eher auf der Bremse.“ Ramsauer begründet seine Position mit dem öffentlichen Druck, der häufig entstehe, wenn Probleme bei großen Infrastrukturprojekten auftreten. „Es ist doch so, dass der Bund oftmals politisch mit in die Haftung genommen wird, auch wenn er keine Anteile besitzt“, sagte der Minister.
Deutschlands größter Binnenhafen mit mehr als 700 Beschäftigten und 133 Millionen Euro Umsatz (2011) gehört je zu einem Drittel dem Bund, dem Land und der Stadt Duisburg. Im Frühjahr hatte der Bund den Verkauf bis zum Jahresende angekündigt, der Preis für den Bundesanteil wird auf rund 150 Millionen Euro geschätzt. Vom Duisburger Hafen hängen nach Angaben des Unternehmens 45.000 Arbeitsplätze ab.