CDU fordert Ausbaggerung der Zufahrt noch im April

Weil die Zufahrt zum Nothafen erneut versandet ist, muss der Seenotkreuzer ausweichen. Foto: Gierke
Das Ausbaggern der versandeten Zufahrt zum Nothafen Darßer Ort muss nach Ansicht der CDU-Landtagsfraktion noch im April beginnen. Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Dietmar Eifler, sagte am Montag in Schwerin, trotz der Forderungen der Umweltorganisationen BUND und WWF dürfe es keine Gefährdung von Menschenleben geben. Derzeit kann der Seenotrettungskreuzer "Theo Fischer" nicht mehr in den Nothafen einlaufen und liegt in Warnemünde.
Wegen des Vogelzuges darf laut Verkehrsministerium erst im Mai eine erneute Ausbaggerung beginnen. Der Umweltverband WWF verwies dagegen auf eine gerichtliche Einigung mit dem Verkehrsministerium, nach der die Ausbaggerung 2009/2010 die letzte war. Eine Alternative zum Darßer Ort in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft sei ein Hafenneubau in Zingst.
Dagegen meinte Eifler, der gerichtliche Vergleich basierte auf der Annahme, dass ein Alternativhafen im Gebiet der Gemeinde Prerow errichtet werden kann. Da sich die Gemeinde Prerow dagegen entschied, sei die Geschäftsgrundlage des Vergleiches entfallen. Werde der Seenotrettungskreuzer im Nothafen Darßer Ort stationiert, könne er die gefährliche Kadetrinne bereits in 25 Minuten erreichen. Sollte er jedoch wieder im weiter östlich gelegenen Rettungshafen Barhöft stationiert werden, braucht er laut Eifler bis zu drei Stunden.