Clipper klagt Piraten an
Mit dem Gang vor ein Gericht im eigenen Land will die dänische Reederei Clipper die Strafverfolgung von Piraten in Somalia erreichen. Wie Clipper-Chef Per Gullestrup gestern in Kopenhagen bestätigte, wurde Klage wegen räuberischer Erpressung bei der Entführung des Mehrzweckfrachters „CEC Future" im Golf von Aden Ende 2008 eingereicht.
Die Besatzung sowie das Schiff wurden nach 71 Tagen und der Zahlung eines Millionen-Lösegeldes freigegeben. Gullestrup meinte, gegen die bisherigen Schiffsentführungen vor der Küste Somalias habe es keine einzige Anzeige gegeben. Man müsse den Piraten ihr Geschäft aber so schwer wie möglich machen. Die Staatsanwaltschaft in Kopenhagen hatte vorab signalisiert, dass sie sich für zuständig hält, obwohl das Schiff in internationalen Gewässern entführt wurde, auf den Bahamas registriert ist und mit gemischter Besatzung unterwegs war.
Weiter hieß es, bei der US-Küstenwache sei umfangreiches Beweismaterial zu dem Fall sichergestellt. Auch hätten Crew-Mitglieder mindestens zwei der beteiligten Piraten mit einem bekannten Aufenthaltsort in Somalia auf Fernsehbildern identifiziert.