Costa-Mutterkonzern Carnival überprüft Notfall-Richtlinien

Zu Carnival gehören mehr als 100 Schiffe, die unter eigenem und dem Namen diverser Tochtergesellschaften fahren, darunter der italienischen "Costa Cruises". Foto: Costa
Nach dem tragischen Unglück der "Costa Concordia" nimmt der US-Eigner Carnival die Sicherheitsvorkehrungen auf allen seinen Kreuzfahrtschiffen unter die Lupe. "Diese Tragödie stellt die Sicherheits- und Notfallprozeduren unserer Firma infrage", sagte Firmenchef Micky Arison in Miami. Er beteuerte, die Bestimmungen in der Branche seien bereits hoch. Die Überprüfung solle aber sicherstellen, "dass sich diese Art von Unglück nicht wiederholt".
Die 290 Meter "Costa Concordia" hatte am 13. Januar nach einer Kursänderung des Kapitäns einen Felsen vor der italienischen Insel Giglio gerammt und war leckgeschlagen. Mehr als 4200 Menschen waren an Bord, es gab mehrere Tote. Passagiere hatten von chaotischen Zuständen bei der Evakuierung berichtet.
Die Federführung bei der Überprüfung der Notfall-Richtlinien übernimmt der ehemalige US-Navy-Kapitän James Hunn, der nach einer 32-jährigen Karriere in der Kriegsmarine bei der weltgrößten Kreuzfahrtreederei angeheuert hatte. Auch außenstehende Experten sollen einen Blick auf die Sicherheitsvorkehrungen werfen.