Demag will keine Dividende ausschütten
Erstmals seit dem Börsengang vor drei Jahren will der Kranbauer Demag Cranes keine Dividende an seine Aktionäre ausschütten. Infolge der Wirtschaftskrise erwirtschaftete der Düsseldorfer Konzern in dem bis Ende September reichenden Geschäftsjahr 2008/2009 nur einen Minigewinn von 1,2 Millionen Euro.
Das ist ein Rückgang um knapp 80 Millionen Euro, wie aus der gestern veröffentlichten Bilanz hervorgeht. Neben den Folgen der Wirtschaftskrise spielten auch Aufwendungen für den Konzernumbau von gut 49 Millionen Euro eine Rolle. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, keine Dividende (Vorjahr: 1,40 Euro) zu zahlen.
Angesichts des weiter unsicheren Marktumfeldes rechnet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr mit einem rückläufigen Umsatz. Hintergrund ist ein deutlich niedrigerer Auftragsbestand bei Industriekranen.
Im laufenden Jahr sollen der Umbau des Konzerns vorangetrieben und Doppelstrukturen abgebaut werden. Demag Cranes baut wie angekündigt 750 Stellen ab. Ein weiterer Stellenabbau sei derzeit nicht geplant. In Deutschland befinden sich bis zu 900 Beschäftigte in Kurzarbeit – das ist fast jeder Dritte.
Im Geschäftsjahr 2008/2009 schrumpfte der Umsatz um 14,5 Prozent auf gut eine Milliarde Euro. Demag Cranes ist unter anderem weltgrößter Hersteller von Hafenmobilkranen. Die Sparte wurde vom Einbruch des Welthandels hart getroffen und schrieb operativ rote Zahlen.