Drittes DGzRS-Spezialschiff auf Kiel gelegt

Werftchef Harald Fassmer (l.) bei der Kiellegung des dritten 28-Meter-Seenotrettungskreuzers, Foto: DGzRS
Auf der Fassmer-Werft in Berne wurde am Donnerstag ein neuer Seenotrettungskreuzer auf Kiel gelegt.
Das Spezialschiff mit der internen Bezeichnung „SK 37“ ist die dritte Einheit der 28-Meter-Klasse der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Nach der geplanten Ablieferung im Frühjahr 2017 soll der Neubau die 1985 fertiggestellte „Hermann Helms“ ersetzen. Stationiert in Cuxhaven, wird die bis zu 24 Knoten schnelle „SK 37“ dann die Elbmündung sichern – eine der am stärksten frequentierten Seeschifffahrtsstraßen der Welt.
Der Bau des neuen DGzRS-Kreuzers wird dabei ausschließlich durch Spendengelder und ohne öffentliche Mittel finanziert. Zuwendungen in Höhe von rund 930.000 Euro jährlich ermöglichen so das Auffrischen der Seenotretter-Flotte, erklärte DGzRS-Mitarbeiterin Tanja Wagschal. Sie war es auch, die nach alter Tradition in Anwesenheit von Werftchef Harald Fassmer eine 10-Euro-Münze, die der Bund im vergangenen Jahr zum 150-jährigen Bestehen des DGzRS als offizielles Zahlungsmittel her ausgegeben hatte, im Zuge der Kiellegung im Schiff verbaute. Die Münze am Hauptspant in der Nähe des Maschinenraum-Frontschotts soll Schiffbauern und Seenotrettern Sicherheit, Glück und Gesundheit bringen.
Der künftige Name der „SK 37“ wird obligatorisch erst bei der Taufe enthüllt. So geschah es auch bei dem Typschiff der 28-Meter-Klasse, das heute auf Amrum stationiert ist: der „Ernst Meier-Hedde“ (THB 2. Juni 2015).
Eine Ausnahme stellt die „Berlin“ dar. Sie soll zum Jahreswechsel ihre namensgleiche Vorgängerin in Laboe ablösen und wurde mithilfe einer gezielten Spendenaktion finanziert (THB 22. Oktober 2015). Ihre Entstehung kann auf <link http: www.meine-berlin.de>www.meine-berlin.de verfolgt werden. ger