Ein Hamborger Veermaster kehrt zurück
Sie soll einmal das Wahrzeichen des neuen Deutschen Hafenmuseums in Hamburg werden: die „Peking“.
Zurzeit wird die historische Viermastbark auf der Peters Werft in Wewelsfleth aufwendig restauriert. Einblicke in die Restaurierungsarbeiten gibt seit gestern bis zum 26. Mai eine Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte. Unter dem Titel „Die Peking. Een Hamborger Veermaster kommt nach Hamburg“ sind neben Großfotos auch der zwei Meter hohe originale Steuerstand, ein Modell des Schwesterschiffs „Placilla“, Bullaugen, ein Kompass, die Schiffsglocke und ein Rettungsring zu sehen.
„Die Peking ist mehr als ein Schiff, auch viel mehr als ein technisches Denkmal“, sagte Projektleiterin Ursula Richenberger. „Sie zeigt, was die Menschen motiviert hat, in den weltweiten Handel zu gehen.“ Die „Peking“, 1911 bei Blohm + Voss vom Stapel gelaufen, gehörte zu den letzten großen Frachtseglern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund ihrer Geschwindigkeit, Sicherheit und Präzision noch gegen Dampf- und Maschinenschiffe antreten konnten.
Das Segelschiff gehörte zu den „Flying P-Linern“ der Hamburger Reederei F. Laeisz. Es wurde als Transportschiff für den damals stark nachgefragten Salpeter aus Chile eingesetzt und unternahm insgesamt 34 Fahrten rund um Kap Hoorn.
Ausgeschieden als möglicher Standort in Hamburg ist der Hansahafen wegen ansässiger Störfallbetriebe. Die Stiftung Historische Museen, die das Deutsche Hafenmuseum inhaltlich plant und betreiben wird, favorisiert weiterhin den Kleinen Grasbrook als Standort, aber auch Flächen in Altona oder in der HafenCity kommen infrage. Ende April will Kultursenator Carsten Brosda (SPD) bekannt geben, für welchen Standort sich die Stadt entschieden hat. lno/fab
