Eisbrecher-Flotte ruht
Der deutsch-polnische Grenzfluss Oder ist auf mehr als 90 Kilometern Länge zugefroren. Die Schollen haben von Stettin (Szczecin) bis etwa Küstrin-Kietz eine geschlossene Eisdecke gebildet, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Eberswalde (Barnim) am Freitag sagte. Bei dem weiter zu erwartenden Frost werde der Fluss in der kommenden Woche bis Frankfurt (Oder) zugefroren sein. Obwohl das Wasser langsam steige, «haben wir keine dramatische Entwicklung», betonte der Sprecher. «Die Eisbrecher bleiben weiter in Bereitschaft.» Die Wetterlage sei stabil.
Wie das Hochwassermeldezentrum Frankfurt (Oder) am Freitag berichtete, ist die niedrigste Alarmstufe I an den Pegeln in Kienitz und Hohensaaten-Finow immer noch überschritten. Am Pegel Kietz sei das Wasser um 23 Zentimeter gestiegen, weil der Fluss zufriere, hieß es. Bei Eisstand stiegen die Wasserstände in der Regel um 80 bis 180 Zentimeter an. Wie dramatisch so ein Anstieg sein könne, hänge davon ab, wie hoch das Wasser vorher stand, erläuterte eine Sprecherin des Meldezentrums. Zudem müsse dieser Wert dann auch auf die für die einzelnen Alarmstufen geltenden Höchststände bezogen werden. An anderen Messstellen an der Oder gehe das Wasser aber wieder zurück.