Eisschollen auf der Oder stoppen Schifffahrt

Auf der Oder ist die Schifffahrt wegen treibender Eisschollen eingestellt worden. Der Verkehr sei ohnehin aufgrund der Reparatur des Schiffshebewerks Niederfinow zum Erliegen gekommen, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) am Montag in Eberswalde (Brandenburg). Auch der Oder-Havel-Kanal beginne zuzufrieren. Die Sperrung der Grenz-Oder sei bereits am vergangenen Freitag erfolgt. Auf dem Fluss treiben derzeit große Eisschollen in Richtung Ostsee. Die Oder bildet im Gegensatz zu anderen Flüssen zunächst Eis am Grund. Das sogenannte Grundeis schwimmt dann plötzlich in Form runder Schollen an die Oberfläche.
Die Eisbrecherflotte hält sich nach Angaben des Amtes in Bereitschaft. Wahrscheinlich werden die deutschen Schiffe Ende der Woche zu sogenannten Bewegungsfahrten starten, sagte der Sprecher. "Das ist kein Eisaufbruch." Diese Touren dienten dazu, um die Technik zu erproben. Mit der polnischen Seite würden Gespräche geführt, um vielleicht das Eis auf dem Fluss mit der gemeinsamen Eisbrecherflotte zu verteilen. "Noch schwimmt aber alles ab."
Derzeit ist den Angaben zufolge auf dem Oder-Havel-Kanal der Eisbrecher "Eisfuchs" zwischen Oranienburg und Eberswalde in Aktion. Die Strecke müsse freigehalten werden, da noch Schrott- und Düngemitteltransporte unterwegs seien, hieß es. Im milden Winter 2006/2007 waren die Eisbrecher auf der Oder nicht aktiv. Im Gegensatz dazu führte der harte Winter 2005/2006 zu einem Dauereinsatz der Flotte von Mitte Januar bis Ende März. Dabei wurden die Schiffe seinerzeit zum Teil erheblich beschädigt.

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