Eiswinter: Italienische Fähre rammt Hafendamm

Ein italienisches Fährschiff hat in der Nacht zum Samstag in Civitavecchia einen Hafendamm gerammt und dabei schweren Schaden genommen. Das Schiff "Sharden" mit mehr als 300 Passagieren und Besatzung an Bord wurde evakuiert, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Alle seien in Sicherheit. Nach dem Vorfall geriet die verantwortliche Reederei Tirrenia bei Passagieren in die Kritik.

Vermutlich hat ein Schneesturm mit starkem Wind die Fähre beim Auslaufen für eine Überfahrt nach Olbia auf Sardinien gegen den Damm gedrückt. Oberhalb der Wasserlinie habe der Aufprall einen etwa 30 Meter langen Riss hinterlassen. "Es hat einen Krach gegeben, wir haben große Angst gehabt", berichteten Passagiere - von denen manche an die Havarie der "Costa Concordia" vor gut drei Wochen dachten.

Die Küstenwache ermittelt, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Manche Passagiere beschwerten sich laut Ansa, nach der Evakuierung nicht ausreichend betreut worden zu sein. Die meisten mussten die Nacht auf einem anderen Fährschiff im Hafen verbringen. Auch der Gouverneur von Sardinien, Ugo Cappellacci, kritisierte die Reederei Tirrenia, weil es schon wiederholt Probleme mit dem Fährverkehr gegeben habe.

Unterdessen macht das Wetter in Deutschland überwiegend den Binnenschiffern Probleme. Wegen des anhaltenden Dauerfrosts sind der Mittellandkanal und einige Seitenkanäle teilweise gesperrt. In Bayern könnten inzwischen 32 Binnenschiffe aufgrund der Eis-Sperre auf dem Main-Donau-Kanal nicht weiterfahren. 18 Schiffe seien im Main-Donau- Kanal eingeschlossen, 14 Frachter hätten wegen der Kanalsperre an der südlichen Zufahrt eine Zwangspause einlegen müssen. Seit Montag ist der Main-Donau-Kanal auf einer Länge von mehr als 100 Kilometern gesperrt.



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