Elbvertiefung kommt - Wulff bleibt beim Nein
Die Elbvertiefung in Hamburg wird nach Angaben des CDU-Landeschefs Michael Freytag «in vollem Umfang» kommen. Das sagte Freytag nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages für das erste schwarz-grüne Bündnis auf Landesebene am Donnerstag in Hamburg. «Hier kann es keine halben Lösungen geben.» Das Ausbaggern der Elbe ist nötig, damit auch große Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,50 Metern den Hafen problemlos ansteuern können. Die Grünen hatten die Elbvertiefung ursprünglich abgelehnt.
Niedersachsen bleibt dagegen bei seinem Nein zur von Hamburg geplanten Elbvertiefung. Das hat Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Donnerstag am Rande der Konferenz der norddeutschen Regierungschefs in Bremerhaven bekräftigt. Entscheidend sei nicht der in Hamburg in den schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen erzielte Kompromiss zu dem Projekt, sagte Wulff. Hamburg will die Elbe vertiefen, so dass künftig auch die größten Containerschiffe den Hafen der Hansestadt erreichen können.
«Wir profitieren sicherlich von den Häfen in Hamburg, aber wir müssen uns an den Interessen der Menschen an unserem Elbufer orientieren», sagte Wulff. In den bislang vorgelegten Gutachten zur Elbvertiefung sei nicht zu erkennen, dass die Deichsicherheit gewährleistet sei. «Und so lange wird es unser Einvernehmen nicht geben», sagte Wulff.