Elbvertiefung soll pünklich starten

Der Zeitplan für die geplante Elbvertiefung soll eingehalten werden.

Der Ausbau der seewärtigen Zufahrten zu den großen deutschen Häfen ist eine Aufgabe von nationaler Bedeutung, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Freitag in Hamburg. Aus heutiger Sicht soll bis zum Herbst dieses Jahres der Entwurf des Planfeststellungsbeschlusses vorliegen. Dann müssen die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein ihre Zustimmung geben. Er gehe davon aus, dass im Interesse Norddeutschlands zügig entschieden werde. „Der Bund setzt sich mit Nachdruck für die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe ein. Der Ausbau hat eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens", so Ramsauer.

Der Minister betonte, dass die maritime Wirtschaft nicht nur für Norddeutschland von herausragender Bedeutung sei, sondern ebenso für die Wirtschaftsstandorte im Süden Deutschlands. Ohne Anbindung an die großen deutschen Seehäfen hätten sie ihre wirtschaftlichen Erfolge nicht erreichen können.

Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) erklärte: „Wir freuen uns, dass trotz des extrem komplizierten Verfahrens der Zeitplan der Vorhabensträger gehalten werden kann."

Gedaschko hob zugleich hervor, dass sich die Zusammenarbeit mit dem Bund mit Ramsauers Amtsantritt spürbar intensiviert und verbessert habe. Er hoffe, dass die Elbvertiefung nun zügig realisiert werde. Gedaschko will im Juni nach Asien reisen, um den Handelspartnern des Hamburger Hafens die Planungen zu erläutern und sie von der Zukunftsfähigkeit des Hafens zu überzeugen.

Der Verkehrsminister aus Bayern hatte den Hamburger Hafen am Freitag mit einer Barkasse besichtigt. Davor hatte sich der Politiker in Wilhelmshaven und Bremerhaven vom Hubschrauber aus die Häfen zeigen und sich über die Probleme an den Standorten informieren lassen.

Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Zeitplan für die geplante Elbvertiefung rechnen 73,4 Prozent der THB-Leser mit einer weiteren Verzögerung des Projekts. Das ergab die letzte THB-Umfrage im Rahmen der Rubrik „Frage der Woche".

Zuletzt hatte ein interner Senatsvermerk für großen Wirbel gesorgt. Darin hieß es: „Erster Spatenstich Herbst 2011 (bis 21.12.2011). Fertigstellung Ende 2013." Hamburgs Wirtschaftsbehörde hatte dazu erklärt, dass mit vorgezogenen Teilmaßnahmen noch in diesem Jahr begonnen werden könne.

Die Fahrrinne der Elbe von Hamburg bis zur Nordsee soll künftig für Schiffe mit 14,5 Metern Tiefgang ausreichen. Bislang können Frachter mit maximal 13,5 Metern Tiefgang den Fluss problemlos befahren. Die Arbeiten werden voraussichtlich 385 Millionen Euro kosten. Die Elbe wurde bereits sechsmal den Anforderungen der Schifffahrt angepasst, zuletzt 1999.

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