Ende einer langen Dienstfahrt

Der historische Dreimaster „Alexander von Humboldt“ hat am vergangenen Wochenende nach einem mehrmonatigem Umbau zum Hotel- und Restaurantschiff seinen bisherigen Heimathafen Bremerhaven mit Kurs auf Bremen endgültig verlassen.

Die aus der Fernsehwerbung bekannte, 62 Meter lange und mittlerweile antriebslose dunkelgrüne Dreimastbark wurde mit Schlepperhilfe in den Europahafen in der Bremer Überseestadt überführt. Viele hundert Schaulustige säumten das Weserufer, um die letzte Fahrt der „Alexander von Humboldt“, eingerahmt von vielen Traditionsschiffen und dem Nachfolgeschiff „Alexander von Humboldt II“, zu verfolgen, wobei die beiden Schiffe vermutlich zum letzten Mal gemeinsam zu sehen waren.

Im Jahr 2011 wurde die 1906 als Feuerschiff erbaute „Alexander von Humboldt“, die bis dahin als Ausbildungs- und Trainingsschiff die Weltmeere besegelte, außer Dienst gestellt. Der neue Eigentümer Heiko Rataj ließ sie auf der BVT-Werft in Bremerhaven für den Hotel- und Gastronomiebetrieb komplett umbauen und restaurieren, wobei die markanten grünen Segel geblieben sind. Nach Fertigstellung verfügt das Segelschiff über 42 Übernachtungsmöglichkeiten in 14 Kammern. Auf dem Zwischendeck bietet ein Veranstaltungsraum Platz für maximal siebzig Personen, und auf dem Außendeck können bis zu 200 Gäste das historische Schiff und seine spezielle Gastronomie erleben. Zunächst findet die „Alex“, wie sie von der Crew liebevoll genannt wurde, für ein Jahr an der Europahafen-Marina in der Überseestadt einen Liegeplatz. Dort können ab dem 9. Mai die ersten Gäste an Bord gehen. Im Frühjahr 2016 wird der historische Dreimaster dann seinen neuen dauerhaften Liegeplatz direkt an der Bremer Schlachte finden. CE/pk

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