Entlassungen möglich
Die Fährreederei Scandlines will dem Standort Rostock nach den Worten von Vorstandschef Michael Hassing die Treue halten. Entgegen Spekulationen, die am Wochenende in einem offenen Brief von Mitarbeitern an die Firmenspitze für Wirbel gesorgt hatten, plane das Unternehmen keine Verlagerung seiner Verwaltungszentrale von Rostock nach Puttgarden in Schleswig-Holstein. Das erklärte Hassing am Dienstag. Der Rostocker Hafen spiele weiterhin eine zentrale Rolle in der Strategie von Scandlines. Jedoch seien aufgrund rückläufiger Fracht- und Passagierzahlen mögliche Einsparungen beim Personal nicht ausgeschlossen, sagte Hassing.
Am Montagabend waren die Mitglieder des Scandlines-Aufsichtsrates in Kopenhagen zusammengekommen. Das Treffen war mit Spannung erwartet worden, nachdem einzelne Beschäftigte der deutsch-dänischen Reederei einen angeblich unmittelbar bevorstehenden Umzug der Deutschland-Zentrale von Rostock nach Puttgarden beklagt hatten. Eine Sprecherin des Unternehmens hatte dies dementiert. «Unser Betriebsratschef hat das bereits kommentiert. Ihm und uns sind nach wie vor keine Informationen in dieser Richtung bekannt», sagte sie.