EU fördert "Meeresautobahn" ab Sassnitz
Eine «Meeresautobahn» soll künftig die Ostseehäfen Sassnitz und Trelleborg miteinander verbinden. Die EU hat für das Projekt «Motorways of the Sea» insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, wie das Verkehrsministerium gestern in Sassnitz mitteilte.
Ziel des Vorhabens sei es, den Verkehr von der Straße auf die Schiene und Schiffe zu verlagern. Die Investitionen in den Hafen sollen voraussichtlich 2012 umgesetzt werden. Die Gesamtkosten zum Ausbau der Fährlinie und der Häfen werden einer Studie zufolge auf rund 50 Millionen Euro geschätzt. Reedereien müssen in die Eisenbahntechnik investieren, Fähranleger und Gleisanlagen müssen angepasst werden.
Sassnitz ist laut Verkehrsministerium der erste deutsche Standort, der in das EU-Förderprogramm aufgenommen wurde. Der Fährhafen ist der einzige Hafenstandort Westeuropas mit Gleis- und Umschlaganlagen für Eisenbahnwaggons der russischen Breitspur.