EU will Piraten-Häfen kontrollieren

Die Europäische Union will im Rahmen der EU-NavFor-Mission „Atalanta" schärfer gegen das Piratenwesen vor der ostafrikanischen Küste vorgehen.

Die Verteidigungsminister der EU-Staaten haben sich darauf verständigt, das „Atalanta"-Mandat ab April zu erweitern. Zukünftig sollen die von Piraten genutzten Häfen und Küstenstandorte „kontrolliert und überwacht" werden. Auf einer Pressekonferenz auf Mallorca wurde aber nicht erläutert, was dies im Einzelnen bedeutet und ob auch Landeinsätze vorgesehen sind. Weiter gibt es Pläne, die Rechte zur Verfolgung von Piraten und zur „Neutralisierung" von Mutterschiffen auszuweiten. Außerdem sollen mit den Justizsystemen weiterer Staaten wie Tansania, Mauritius und Südafrika Kooperationsabkommen zur Strafverfolgung der Seeräuber abgeschlossen werden.

Unterdessen beendeten Piraten am Sonntag die zweimonatige Geiselhaft des griechischen Bulkers „Navios Apollon". Zuvor war ein Lösegeld in unbekannter Höhe über dem Schiff abgeworfen worden. Der 52 000-Tonner der Navios-Reederei ist laut „Atalanta" auf dem Weg nach Salalah im Oman. An Bord befinden sich 18 philippinische Seeleute und ein griechischer Seemann. Bereits am Freitag war der Chemikalientanker „Pramoni" gegen Lösegeld freigekommen. Damit befinden sich noch sieben Schiffe und 139 Seeleute in der Gewalt somalischer Piraten.

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